NEWS aus dem Automobilsport im JULI 2024

17.07.2024 - Supercup - Porsche Mobil 1 Supercup geht in die zweite Saisonhalbzeit
Larry ten Voorde kann beim fünften Saisonrennen des Porsche Mobil 1 Supercup einen 20 Jahre alten Rekord egalisieren. Bisher konnte allein der Deutsche Wolf Henzler, Supercup-Champion des Jahres 2004, fünf Rennen in Folge gewinnen. Am kommenden Wochenende auf dem Hungaroring kann auch ten Voorde, der erfolgreichste Fahrer in der jüngeren Geschichte der Markenpokale von Porsche, diese Bestmarke erreichen. Der fünfte Saisonlauf des Porsche Mobil 1 Supercup startet am Sonntag (21. Juli 2024) um 12:05 Uhr MESZ.
Larry ten Voorde selbst gibt sich entspannt. „Ich schaue nicht so sehr auf Rekorde“, winkt der 27 Jahre alte Niederländer ab. „Für mich zählt die aktuelle Meisterschaft. Und aus diesem Blickwinkel wäre ein Sieg auf dem Hungaroring natürlich klasse.“ Der zweimalige Supercup-Champion führt die Gesamtwertung mit der Maximalpunktzahl von 100 souverän an. Im Porsche 911 GT3 Cup des französischen Teams Schumacher CLRT siegte er in Imola, Monaco, Spielberg und Silverstone. Alle Rennen der ersten Saisonhälfte gewonnen – zumindest das hat vor ten Voorde noch keiner geschafft.
Mit bisher drei zweiten Plätzen und einem vierten Rang ist Harry King aussichtsreichster Verfolger des Tabellenführers. „Auf dem Hungaroring habe ich in der Vergangenheit immer gut abgeschnitten, in der Saison 2023 konnte ich das Supercup-Rennen dort gewinnen. In Budapest will ich meine Meisterschaftschancen wiederbeleben“, schaut der 23 Jahre alte Brite voraus. Er fährt für das österreichische Team BWT Lechner Racing.
Unter Druck geriet King zuletzt von Routinier Marvin Klein, Teamkollege von Tabellenführer Ten Voorde bei Schumacher CLRT. Der 25 Jahre alte Südfranzose erreichte beim zurückliegenden Supercup-Rennen im britischen Silverstone den zweiten Rang. In der Gesamtwertung hat er nur noch acht Punkte Rückstand auf King. Ende Juni gewann Klein außerdem ein Rennen zum Porsche Sixt Carrera Cup Deutschland auf dem Hungaroring. „Ich mag fahrerisch anspruchsvolle Strecken. Mein erster Saisonsieg im Porsche Mobil 1 Supercup ist ganz klar mein Ziel“, hat sich Klein vorgenommen.
Auch Kas Haverkort (Uniserver by Team GP Elite) feierte im Porsche Sixt Carrera Cup Deutschland vor wenigen Wochen einen Sieg auf dem Formel-1-Kurs in der Nähe von Budapest. Der 20 Jahre alte Niederländer führt im Supercup aktuell die Rookie-Wertung vor seinem Landsmann Robert de Haan und dem Deutschen Theo Oeverhaus an. Beide greifen für BWT Lechner Racing ins Lenkrad.
„Auf dem Hungaroring beginnt für uns die zweite Saisonhalbzeit. Nach der letzten Station im ungewöhnlich kalten und verregneten Silverstone warten dort hochsommerliche Temperaturen auf Fahrer und Teams. Ich bin gespannt, ob Larry ten Voorde den alten Rekord von Wolf Henzler einstellen kann oder ob ihn erstmals in diesem Jahr einer der Verfolger schlägt“, kommentiert Oliver Schwab, Projektleiter des Porsche Mobil 1 Supercup.
Der Porsche Mobil 1 Supercup fährt 2024 erstmals und exklusiv mit weitgehend vollsynthetisch erzeugten eFuels. Der Rohkraftstoff stammt aus der Pilotanlage Haru Oni in Chile, die HIF Global betreibt. Dieser Rohkraftstoff wird durch ein sogenanntes Blending einsatzfertig. Das finale Produkt ermöglicht einen potenziell nahezu CO2-neutralen Betrieb der rund 375 kW (510 PS) starken 911 GT3 Cup-Fahrzeuge. Schon in den drei Vorjahren kam im Porsche Mobil 1 Supercup eine biobasierte, teilsynthetische Kraftstoffmischung der zweiten Generation zum Einsatz. Zusammen mit HIF Global setzt der Top-Markenpokal von Porsche nun konsequent den nächsten Schritt um.
Auf der Rennstrecke rund 20 Kilometer im Nordosten der ungarischen Hauptstadt Budapest fand 1986 der erste Grand Prix hinter dem sogenannten „Eisernen Vorhang“ statt. Der heute 4,381 Kilometer lange Kurs ist von fast allen Zuschauerplätzen gut einsehbar. Der kurvenreiche Verlauf mit nur kurzen Geraden macht Überholen schwierig. Deswegen hat hier eine gute Startposition noch größere Bedeutung als auf anderen Strecken. Zu den fünf Rennen, die Rekordhalter Wolf Henzler in der Supercup-Saison 2004 hintereinander gewann, zählte auch der Lauf auf dem Hungaroring.
Der fünfte Saisonlauf führt am Sonntag (21. Juli) ab 12:05 Uhr MESZ über 16 Runden. Im deutschsprachigen Raum zeigen die TV-Sender Eurosport und Sky Sport das Rennen live. Außerdem überträgt der Streaming-Dienst f1tv.formula1.com. Unabhängig von den Rennwochenenden können Fans und Medienvertreter dem Porsche Mobil 1 Supercup auch auf den sozialen Netzwerken Instagram (@PorscheSupercup) sowie Facebook (@PorscheSupercup) und X/Twitter (@PorscheSupercup und @PorscheRaces) folgen.
(Text: Porsche Motorsportpresse / Holger Eckhardt - https://newsroom.porsche.com/de)

11.07.2024 - TW-Legenden - Zandvoort Summer Trophy: Sommer, Sonne, Strand und Meer
Nach dem gelungenen Saisonauftakt bei der Spa Summer Classic vor drei Wochen und dem nahezu ausgebuchten Heimspiel auf dem Nürburgring wartet mit dem niederländischen Dünenkurs von Zandvoort am dritten Juli-Wochenende die dritte Station im Rennkalender der Tourenwagen Legenden. Bei der Zandvoort Summer Trophy wird ein buntes, abwechslungsreiches Programm geboten, zum Beispiel mit den LMP3-Rennsportwagen des ADAC Prototype Cups Germany an der Spitze. Maximal 47 Fahrzeuge sind auf dem hochmodernen, 4.259 Kilometer langen Circuit Zandvoort für den Start zugelassen – ein weiteres volles Feld ist zu erwarten.
“Wir freuen uns in den Niederlanden auf noch mehr Vielfalt”, sieht Serienchef Thorsten Stadler dem Auftritt im Nachbarland erwartungsfroh entgegen. “Neben unserer Kernmannschaft in den punktberechtigten Klassen eins, zwei und drei liegt uns natürlich auch unsere neue Einladungsklasse 4 besonders am Herzen. Diese ist übrigens auch für Spezial-Produktionswagen der Gruppe von 1976 bis 1981 bespielbar. Und vielleicht möchte uns in Zandvoort ja der eine oder andere Besitzer eines Rennboliden aus der Deutschen Rennsportmeisterschaft oder der Marken-WM besuchen. Selbstverständlich gilt das auch für baugleiche, periodenspezifische Replikate.”
Beim bevorstehenden Event-Wochenende im Rahmen des 24-Stunden-Rennens auf dem Nürburgring (29. Mai bis 1. Juni 2024) besteht im alten, historischen Fahrerlager natürlich auch die Möglichkeit, die Menschen hinter der über den Winter ein wenig veränderten Rennsportserie Tourenwagen Legenden in einem persönlichen Gespräch kennenzulernen. Schließlich das Motto #familyandfriends nicht nur eine hübsche Marketing-Floskel, sondern gelebte Überzeugung. “Und dazu gehört für uns auch die bunte Vielfalt – über den Tellerrand hinaus”, fasst Thorsten Stadler zusammen.
(Text: Netzwerkeins / Carsten Krome - https://www.tourenwagen-legenden.de)

10.07.2024 - Prototype Cup - Prototype Cup Germany reist zum dritten Rennwochenende nach Zandvoort
Strand-Feeling, Sonne und Meeresrauschen. Beim dritten Rennwochenende der Saison 2024 im Prototype Cup Germany begeistert nicht nur die atemberaubende Atmosphäre rund um den Circuit Zandvoort an der niederländischen Nordseeküste. Auch die 4,259 Kilometer lange und aus der Formel 1 bekannte Strecke ist bei den Piloten extrem beliebt. Die von ADAC und Creventic organisierte Rennserie tritt in Zandvoort mit einem interessante Feld und Prototypen der drei Marken Duqueine, Ginetta und Ligier an. Zwei Gaststarter wollen die etablierten Teams herausfordern. All das verspricht Spannung pur. Die beiden Qualifikationen und Rennen des Prototype Cup Germany können wieder im kostenlosen Livestream auf dem ADAC Motorsport-Kanal youtube.com/adacmotorsports verfolgt werden.
Als Tabellenführer reisen Danny Soufi (20/USA) und Torsten Kratz (53/Mönchengladbach) in die Niederlande. Das Ligier JS P320-Duo feierte zuletzt auf dem Dekra Lausitzring zwei Laufsiege – gleichbedeutend mit den ersten beiden Triumphen überhaupt für ihren Traditionsrennstall Konrad Motorsport in der Seriengeschichte. Entsprechend hoch motiviert tritt das Team in Zandvoort an. „Es ist natürlich klasse, die Tabelle anzuführen. Aber wir sind noch sehr früh in der Saison. Grundsätzlich freue ich mich sehr auf das anstehende Rennwochenende. Zandvoort ist eine meiner Lieblingsstrecken. Insbesondere der erste Sektor und der Beginn des zweiten Sektors gefallen mir richtig gut. Es gibt blinde Kurven, Bodenwellen und Steilkurven – also ein bisschen von allem. Zandvoort macht in einem LMP3 richtig Spaß. Wir sind bereit und möchten eine gute Leistung bieten. Darauf liegt unser Fokus“, erzählt Soufi. „Unser Ziel sind die nächsten Siege. Dafür müssen wir aber hart arbeiten und eine gute Abstimmung herausfahren.“
Ebenfalls auf die Laufsiege in Zandvoort hat es Markus Pommer (33/Untereisesheim) abgesehen, der sich einen Duqueine D08 von Gebhardt Motorsport mit ADAC Stiftung Sport-Förderpilot Valentino Catalano (18/Westheim) teilt. Das Duo liegt auf Tabellenrang zwei und stand in der Saison 2024 bereits einmal ganz oben auf dem Podium. „Ich war in Zandvoort eigentlich immer recht erfolgreich unterwegs und erinnere mich gerne an die Formel 3 zurück, als ich in Zandvoort eines der besten Rennen meiner Karriere ablieferte. Vor allem der Streckenabschnitt im Bereich Scheivlak ist atemberaubend“, blickt Pommer voraus. „Zandvoort ist eine schnelle und sehr flüssige Strecke, die einfach nur Spaß macht. Die letzte Steilkurve vor Start/Ziel kann im LMP3 mit Vollgas durchfahren werden. Somit gibt es interessante Windschatten-Duelle und eine gute Überholmöglichkeit vor Kurve eins. Wir wollen in Zandvoort um die Podiumsplatzierungen kämpfen und die Tabellenspitze erobern. Denn der Titel ist dieses Jahr das ganz große Ziel.“
Zurück im Prototype Cup Germany ist mit Racing Experience der Teamchampion 2023. Der Rennstall aus Luxemburg bringt mit Junior-Pilot Tomas Granzella aus Uruguay und dem Franzosen Laurent Prunet zwei neue Piloten in die Serie. Ebenfalls einen Gaststart absolviert Momo Gebhardt Racing. Der Traditionsrennstall aus Sinsheim bietet eine Ginetta G61-LT-P3 für den früheren ADAC GT Masters-Trophy-Champion Sven Barth (43/Eberbach) und Michael Herich (46/Bruehl) auf. Die britische Ginetta ist 2024 erstmals im Prototype Cup Germany unterwegs und sorgt somit für noch mehr Vielfalt im Feld. In einem Duqueine von Gebhardt Motorsport gibt der frühere ADAC GT4 Germany-Pilot Jacob Erlbacher (23/Böblingen) sein Saisondebüt an der Seite von Maxim Dirckx (20/BEL). Ebenfalls in einem Duqueine sitzen die in der Gesamtwertung drittplatzierten Julien Apothéloz (23/CHE) und Riccardo Leone Cirelli (16/ITA, beide BWT Mücke Motorsport) sowie Keanu Al Azhari (16/UAE, Mühlner Motorsport), der alleine startet.
Das Ligier-Aufgebot komplettieren Klaus Abbelen (63/Barweiler) und Felipe Fernández Laser (35/Leipzig, beide Frikadelli Racing Team), Robert Doyle (64/USA) und Jaime Guzmán Corcuera (34/MEX, beide AF2 Motorsport) sowie Alleinstarter Antti Rammo (41/EST, MRS GT-Racing).
(Text: ADAC Motorsportpresse - www.adac-motorsport.de/prototype-cup-germany)

10.07.2024 - GT Masters - 250 Rennen ADAC GT Masters: Premiere für neues Format beim Jubiläum am Nürburgring
Meilenstein für das ADAC GT Masters: Am Wochenende (12. bis 14. Juli) startet die Serie im Rahmen des ADAC Truck-Grand-Prix auf dem Nürburgring in ihr 250. Rennen. Dabei steht beim Jubiläumsrennen in der Eifel eine Premiere an: Das ADAC GT Masters debütiert am Wochenende mit einem neuen Format aus einem Endurance-Rennen am Samstag und einem Sprintrennen am Sonntag. Mit dem neuen Rennformat geht auch der Kampf um die Tabellenspitze zwischen den Führenden Tom Kalender (Hamm/Sieg) und Titelverteidiger Elias Seppänen (FIN/ beide Landgraf Motorsport) im Mercedes-AMG GT3 und den engsten Verfolgern Leon Köhler (Erlenbach am Main) /Maxime Oosten (NL, beide FK Performance) im BMW M4 GT3 in die nächste Runde. Sport1 überträgt die beiden Rennen am Samstag ab 14:45 Uhr und am Sonntag ab 15 Uhr.
Am Ort, wo 2007 alles begann, feiert das ADAC GT Masters nun auch Jubiläum: Am Nürburgring. Damals im Rahmen des 24-Stunden-Rennens überquerten Christopher Haase und der Italiener Gianni Morbidelli in einem Lamborghini Gallardo GT3 als erster ADAC GT Masters Sieger die Ziellinie. Mittlerweile befindet sich die Serie in ihrer 18. Saison und ist damit die weltweit am längsten währende GT3-Rennserie. Am Jubiläumswochenende startet die Meisterschaft mit einem neuen Format: Mit dem Samstagslauf begeben sich die Piloten erstmals in ein Endurance-Rennen über 80 Minuten Renndauer. Hier ist vor allem Teamwork und eine gute Taktik gefragt, denn im Vergleich zum bewährten Format sind hierbei zwei Boxenstopps vorgeschrieben, einer davon ist mit einem Reifenwechsel verbunden. Action ist auch beim 250. Rennen am Sonntag garantiert. Im Sprint über 40 Minuten müssen die Piloten die Schlagzahl noch einmal erhöhen, schließlich bleibt ihnen weniger Zeit für Positionskämpfe.
Im Kampf um die Meisterschaft liegen die zweifachen Saisonsieger Seppänen/Kalender in ihrem Mercedes-AMG GT3 derzeit mit 84 Punkten an der Spitze. In Lauerstellung, mit gerade einmal sieben Zählern Rückstand, folgt der BMW M4 GT3 der ebenfalls zweifachen Sieger Oosten/Köhler. „Mit dem Sieg im Sonntagsrennen von Zandvoort haben wir uns eine gute Ausgangslage verschafft. Auf dem Nürburgring wollen wir wieder angreifen und versuchen, die Führung zu übernehmen“, sagt Köhler. Auch die drittplatzierten Jannes Fittje (Langenargen) und Finn Wiebelhaus (Obertshausen/beide Haupt Racing Team) in einem weiteren Mercedes-AMG GT3 bleiben mit 57 Meisterschaftspunkten in Schlagdistanz.
Beim Jubiläumswochenende in der Eifel ergänzen Gaststarter das aus sieben Marken bestehende Feld: Mit den beiden Mercedes-AMG GT3 von Schnitzelalm Racing und einem Lamborghini Huracán GT3 Evo vom Team HP Racing International gesellen sich drei weitere Fahrzeuge zum Teilnehmerfeld. Für die Mercedes-AMG-Mannschaft aus Bad Hindelang gehen Julian Hanses und Marcel Marchewicz sowie Jay Mo Härtling und Moritz Wiskirchen an den Start. Im italienischen Stier nehmen Coach McKansy und Gerhard Tweraser Platz.
(Text: ADAC Motorsportpresse - www.adac-gt-masters.de)

06.07.2024 - GT4 Germany - Porsche auf Pole-Position für Lauf zwei
Die Qualifikation für das Sonntagsrennen der ADAC GT4 Germany auf dem Norisring ging an Finn Zulauf (19/Königstein im Taunus). Der Porsche 718 Cayman GT4-Fahrer umrundete den 2,162 Kilometer langen Stadtkurs in exakt 53,611 Sekunden und sicherte sich somit die Pole-Position. „Nachdem das Rennen vorhin nicht wirklich super für uns lief, ist die Freude über das Ergebnis der Qualifikation nun natürlich groß“, strahlte Zulauf, der sich den Porsche im Rennen mit Josef Knopp (20/CZE) teilt.
„Ich hatte während der Qualifikation bereits eine gute Runde geschafft. Stellte aber fest, dass im zweiten Sektor noch Verbesserungspotenzial lag. Das konnte ich kurz später tatsächlich umsetzen und die Zeit nochmals ein wenig nach unten schrauben“, so Zulauf weiter. Mit einem Rückstand von lediglich 0,110 Sekunden ging Platz zwei der Session an den Porsche von Max Kronberg (37/Singapur) und Hendrik Still (36/Kempenich, beide AVIA W&S Motorsport). Hier saß Still während der Qualifikation im Cockpit und schaffte eine Zeit von 53,721 Sekunden.
Das ideale Ergebnis für AVIA W&S Motorsport macht der dritte Porsche von Tano Neumann (49/BGR) und Alon Gabbay (20/ISR) perfekt, den Gabbay mit einem Rückstand von 0,249 Sekunden auf Rang drei steuerte. Vierte wurden Simon Birch (17/DNK) und Denny Berndt (19/Berlin, beide Razoon - more than Racing), die in einem weiteren Porsche 0,321 Sekunden zurücklagen. Die Top Fünf komplettierten deren Teamkollegen Diego Stifter (20/ITA) und Maxi Tarillion (19/AUT).
Das Sonntagsrennen der ADAC GT4 Germany wird um 15:15 Uhr gestartet und live bei SPORT1 im Free-TV übertragen. „Am Sonntag dürfte es nicht so heiß werden wie heute - das sollte uns entgegenkommen. Somit hoffen wir durch die gute Ausgangslage auf ein top Resultat“, schaut Pole-Setter Zulauf voraus. „Unser Ziel ist auf jeden Fall das Podium. Wobei der erste Saisonsieg sicherlich auch schön wäre.“
(Text: ADAC Motorsportpresse - https://www.adac-motorsport.de/adac-gt4-germany)

06.07.2024 - Supercup - Tabellenführer Larry ten Voorde startet aus der Pole-Position
Wie beim zurückliegenden Supercup-Rennen auf dem Red-Bull-Ring hat sich das Team Schumacher CLRT auch in Silverstone die erste Startreihe gesichert. Tabellenführer Larry ten Voorde geht von der Pole-Position in den vierten Lauf des Markenpokals mit dem Porsche 911 GT3 Cup. Marvin Klein fuhr im Qualifying auf dem Formel-1-Kurs nördlich von London die zweitschnellste Zeit. Mit Porsche-Junior Alessandro Ghiretti sicherte sich ein weiterer Fahrer des französischen Teams die dritte Startposition. Das Rennen beginnt am Sonntag um 12:55 Uhr MESZ direkt vor dem Großen Preis von Großbritannien.
Mit dem Beginn des Qualifyings zum vierten Saisonrennen des Porsche Mobil 1 Supercup setzte der Regen ein. Ein Teil der 29 Teilnehmer ging auf profillosen Slicks auf die Strecke, der andere auf Regenreifen. Doch schon nach wenigen Minuten kam erneut die Sonne heraus. Auf dem abtrocknenden Kurs waren fortan Slicks die richtige Wahl.
Nach dem Wechsel auf den zweiten Satz Reifen gingen die drei Porsche 911 GT3 Cup des Teams Schumacher CLRT im Formationsflug auf die Strecke. Der Niederländer Larry ten Voorde drehte dabei die schnellste Runde, seine französischen Teamkollegen Marvin Klein und Alessandro Ghiretti sicherten sich die zweite beziehungsweise dritte Startposition. „Ich musste meine erste schnelle Runde nach einem Fehler abbrechen. Der zweite Anlauf hat gepasst“, fasste ten Voorde zusammen. Der 27-Jährige hat alle drei Supercup-Rennen der Saison gewonnen.
„Wir haben genau das richtige Zeitfenster erwischt. Der Asphalt war schon trocken und wir hatten eine freie Runde“, freute sich Klein. Der 25-Jährige umrundete den knapp sechs Kilometer langen Traditionskurs rund eine Zehntelsekunde schneller als Porsche-Junior Ghiretti. „Aufgrund eines vorangegangenen Reifenschadens war ich auf drei neuen und einem gebrauchten Reifen unterwegs“, verriet Ghiretti. „Von daher bin ich mit dem drittem Startplatz mehr als zufrieden.“
Der Brite Harry King, der für BWT Lechner Racing fährt, qualifizierte sich für den vierten Startplatz vor dem Niederländer Robert de Haan (BWT Lechner Racing) und Ariel Levi (Uniserver by Team GP Elite) aus Israel.
Der Porsche Mobil 1 Supercup fährt 2024 erstmals und exklusiv mit weitgehend vollsynthetisch erzeugten eFuels. Der Rohkraftstoff stammt aus der Pilotanlage Haru Oni in Chile, die von HIF Global betrieben wird. HIF Global ist das weltweit führende Unternehmen für eFuels und entwickelt Projekte zur Umwandlung von Wasserstoff mit kostengünstiger erneuerbarer Energie in kohlenstoffneutrale flüssige eFuels. Der Name HIF steht für die Mission des Unternehmens: die Bereitstellung hochinnovativer Kraftstoffe, um die Dekarbonisierung des Planeten zu ermöglichen. HIF Global produziert bereits eFuels in seiner Haru Oni eFuels Facility in Magallanes in Chile. Porsche hat seither über 50.000 Liter eFuels von HIF erhalten, einschließlich des Kraftstoffs, der beim Porsche Mobil 1 Supercup verwendet wird.
Der Rohkraftstoff wird durch ein sogenanntes Blending einsatzfertig. Das finale Produkt ermöglicht einen potenziell nahezu CO2-neutralen Betrieb der rund 375 kW (510 PS) starken 911 GT3 Cup-Fahrzeuge. Schon in den drei Vorjahren kam im Porsche Mobil 1 Supercup eine biobasierte, teilsynthetische Kraftstoffmischung der zweiten Generation zum Einsatz. Zusammen mit HIF Global setzt der Top-Markenpokal von Porsche nun konsequent den nächsten Schritt um.
Die Partnerschaft zwischen HIF und Porsche wurde 2019 ins Leben gerufen, als sie gemeinsam mit anderen internationalen Unternehmen an der ersten eFuels-Anlage der Welt arbeiteten: der HIF Haru Oni Demonstrationsanlage. Die Partnerschaft wurde nun ausgeweitet und HIF ist offizieller Partner im Rahmen des Porsche Mobil 1 Supercup.
(Text: Porsche Motorsportpresse / Holger Eckhardt - https://newsroom.porsche.com/de)

05.07.2024 - GT4 Germany - Piana holt im BMW die Pole-Position auf Norisring
Gabriele Piana (37/ITA, Hofor Racing by Bonk Motorsport) hat in der Saison 2024 der ADAC GT4 Germany weiterhin einen Lauf. Gemeinsam mit Teamkollege Michael Schrey (41/Wallenhorst) gewann er drei der bisherigen vier Saisonrennen und führt somit die Tabelle an. Auf dem Norisring fuhr der Italiener nun zur zweiten Pole-Position des Jahres. „Die Freude darüber ist natürlich riesig“, strahlte Piana nach der Session über seine Zeit von 53,528 Minuten. „Tatsächlich haben wir im Vorfeld nicht mit dem ersten Startplatz gerechnet. Doch das Auto war wirklich richtig gut. Das Team hat heute extrem effizient gearbeitet. Ich genieße das alles sehr.“
„Insgesamt ging es in der Qualifikation total eng zur Sache. Und auf der kurzen Strecke war es recht schwierig, mit dem vielen Verkehr klarzukommen. Insbesondere hier auf dem Norisring ist die Pole-Position wichtig. Denn das Überholen ist nicht einfach“, so Piana weiter. „Ich hoffe natürlich, dass wir morgen im Rennen direkt vorne bleiben und somit dann auch niemanden überholen müssen. Mein Teamkollege Michael ist hier schon immer stark unterwegs. Er kennt die Strecke gut. Wir haben ein vielversprechendes Paket und über die Distanz ist der BMW sowieso klasse. Hoffentlich haben wir morgen auch das passende Rennglück.“
Ganz knapp geschlagen von Piana wurde Simon Birch (17/DNK), der sich einen Porsche 718 Cayman GT4 mit Denny Berndt (19/Berlin, beide Razoon - more than Racing) teilt. Lediglich 0,047 Sekunden fehlten dem schnellen Dänen auf die Spitze. Weitere 0,047 Sekunden zurück war Markenkollege Max Kronberg (37/Singapur) auf Rang drei. Kronberg, der zusammen mit Hendrik Still (36/Kempenich, beide AVIA W&S Motorsport) startet, ist von der FIA mit der Einstufung Bronze ausgestattet und auch in der Trophy-Wertung punktberechtigt.
Platz vier ging mit einem Rückstand von 0,181 Sekunden an den Porsche der in der Tabelle Zweitplatzierten Finn Zulauf (19/Königstein im Taunus) und Josef Knopp (20/CZE, beide AVIA W&S Motorsport). Die Top Fünf komplettierte der Porsche von Diego Stifter (20/ITA) und Maxi Tarillion (19/AUT, beide Razoon - more than Racing). Das Samstagsrennen der ADAC GT4 Germany auf dem Norisring wird um 11:35 Uhr gestartet und live bei SPORT1 im Free-TV übertragen.
(Text: ADAC Motorsportpresse - https://www.adac-motorsport.de/adac-gt4-germany)

05.07.2024 - DTM - Maro Engel mit starkem Auftakt am Norisring
Starker Auftakt von Maro Engel (Monaco) beim 40-jährigen Jubiläumswochenende der DTM am Norisring. Der Mercedes-AMG-Pilot vom Team Mercedes-AMG Team Winward war am Freitag mit 49,060 Sekunden nicht nur schnellster Fahrer im zweiten Freien Training – der Routinier setzte mit dieser Zeit auch die Tagesbestmarke. „Alle Kurven am Norisring haben es richtig in sich. Jede Tausendstelsekunde kann hier über eine Startreihe entscheiden, das macht die Strecke aus. Ich bin mir sicher, dass wir im Qualifying bei anderen Bedingungen nochmal schnellere Rundenzeiten sehen werden. Da müssen wir den nächsten Schritt machen, wenn wir vorne dabei sein wollen“, sagte Engel, der am Sonntag sein 100. DTM-Rennen bestreiten wird.
Mit einem Rückstand von nur 0,014 Sekunden wurde René Rast (Bregenz) im BMW M4 GT3 von Schubert Motorsport Zweiter. Die drittschnellste Runde auf dem Stadtkurs in Nürnberg gelang Lamborghini-Pilot Nicki Thiim (DK/SSR Performance), sein Teamkollege Mirko Bortolotti (I) belegte Rang vier. Sheldon van der Linde (ZA) steuerte einen weiteren BMW von Schubert Motorsport zum Auftakt des vierten DTM-Rennwochenendes auf Platz fünf.
Das zweite Freie Training am Freitag war bei Temperaturen von 24 Grad wesentlich schneller als die erste Session am Vormittag. Es dauerte nur wenige Minuten, ehe die Piloten auf der 2,162 Kilometer langen Strecke unter der 50-Sekunden-Marke blieben. Mit seiner besten Runde lag Rast lange Zeit auf Platz eins, doch gut sieben Minuten vor Schluss setzte sich Engel in seinem 30. Umlauf mit der schnellsten Zeit des Tages an die Spitze. Die Abstände waren am Norisring äußert gering, die Top Ten lagen innerhalb von 0,202 Sekunden.
Im ersten Freien Training am Vormittag fuhr Spitzenreiter Kelvin van der Linde (ZA) im Audi R8 LMS GT3 Evo2 von Abt Sportsline die Bestzeit. „Als Tabellenführer an den Norisring zu kommen und in der ersten Session direkt die Bestzeit zu fahren, gibt mir ein gutes Gefühl. Das Wetter wird sich übers Wochenende aber wohl nochmal ändern, dann könnte es schon wieder anders aussehen. Ich bin unglaublich gern am Norisring, ein Sieg hier wäre was Besonderes für mich“, erklärte der Südafrikaner.
Die beiden Qualifyings werden am Norisring in jeweils zwei Gruppen ausgetragen. Auf Basis der Zeiten in den Trainings-Sessions gehen die Fahrer auf den ungeraden Plätzen am Samstag ab 9:00 Uhr auf die 20-minütige Zeitenjagd. Die Fahrer auf den geraden Positionen folgen um 9:25 Uhr. Im Zeittraining am Sonntag starten die Gruppen in umgekehrter Reihenfolge. Mit diesem System sollen die unterschiedlichen Streckenbedingungen bei den zeitversetzten Qualifyings neutralisiert werden. Fans können das Zeittraining live im Stream auf ran.de verfolgen. ProSieben zeigt alle 16 Saisonrennen live im Free-TV, die Übertragungen beginnen am Samstag und Sonntag jeweils eine halbe Stunde vor dem Rennstart. Die Meisterschaftsläufe werden in über 150 Territorien live oder re-live ausgestrahlt.
(Text: DTM Media Team - www.dtm.com)

03.07.2024 - GT4 Germany - Debüt der ADAC GT4 Germany auf dem Norisring
Die ADAC GT4 Germany befährt am kommenden Wochenende (5. bis 7. Juli 2024) Neuland. Erstmals tritt die Sportwagen-Serie des ADAC auf dem Norisring an. Mit langen Geraden und nur fünf Kurven verfügt der einzige Stadtkurs in Deutschland über ein ganz spezielles Layout, was in den beiden Rennen viel Action garantiert. All das verspricht Spannung pur. Die Rennen der ADAC GT4 Germany werden am Samstag ab 11:30 Uhr und am Sonntag ab 15:00 Uhr live im Free-TV bei SPORT1 übertragen. Tickets gibt es online auf dtm.com.
Auch sportlich wird es am Rennwochenende richtig zur Sache gehen. Denn auf dem Norisring werden die inoffiziellen Halbzeitchampions der Saison 2024 gekürt. Beste Chancen dafür haben Michael Schrey (41/Wallenhorst) und Gabriele Piana (37/ITA, beide Hofor Racing by Bonk Motorsport). Das BMW M4 GT4-Duo konnte drei der vier bisherigen Saisonrennen gewinnen und führt die Tabelle mit 88 Punkten an. Dichteste Verfolger sind Finn Zulauf (19/Königstein im Taunus) und Josef Knopp (20/CZE, beide AVIA W&S Motorsport) im Porsche 718 Cayman GT4, die 66 Zähler auf dem Konto haben.
Knopp hat den Halbzeittitel fest im Blick. „Wir möchten auf dem Norisring natürlich den Punkteabstand zu Schrey/Piana reduzieren – oder wenn möglich sogar an ihnen vorbeiziehen. Grundsätzlich wäre es aber noch besser, am Ende der Saison ganz oben in der Tabelle zu stehen. Dafür ist es wichtig, in allen ausstehenden Rennen gute Punkte zu sammeln. Wir reisen zum Norisring mit dem Ziel, auf das Podium zu kommen. Über Rennsiege würden wir uns sicherlich noch mehr freuen. Im Vorfeld des Rennwochenendes ist es aber stets recht schwer, die Wettbewerbssituation einzuschätzen“, so Knopp. „Für mich ist der Norisring neu. Im Team haben wir uns aber gezielt auf die Strecke vorbereitet. Sicherlich hat die Qualifikation und somit der Startplatz eine herausragende Bedeutung, da das Überholen auf dem Norisring nicht einfach ist.“
Mit viel Rückenwind kommen auch die beiden Südeuropäer Enzo Joulié (20/AND) und Marc de Fulgencio (24/ESP, beide BWT Mücke Motorsport) ins fränkische Monaco. Die Mercedes-AMG GT4-Fahrer konnten zuletzt auf dem Lausitzring das Sonntagsrennen für sich entscheiden und belegen mit 56 gesammelten Punkten Gesamtrang drei. „Der Norisring ist eine ganz spezielle Strecke. Tatsächlich war ich dort aber bereits zweimal am Start und verfüge somit über etwas Erfahrung. Es herrscht eine ganz außergewöhnliche Atmosphäre, sodass das Fahren sehr viel Spaß bereitet. Auf dem Papier wirkt der Norisring mit den wenigen Kurven zunächst einfach. Doch es wird auf die Details ankommen und folglich richtig eng zugehen“, prognostiziert de Fulgencio. „Unser Ziel ist klar. Wir wollen dieses Jahr um den Titel fighten. Somit fahren wir zum Norisring, um beide Rennen zu gewinnen. Vor allem da wir dieses Jahr auch schon einen Nuller hatten, zählt es nun umso mehr.“
Das große Heimspiel auf dem Norisring gibt Thomas Rackl (16), der sich einen BMW mit Andreas Jochimsen (26/DNK, beide ME Motorsport) teilt. Der ADAC Stiftung Sport-Förderpilot kommt aus dem fränkischen Berching und fährt nur rund 40 Minuten zur Strecke. Rackl nutzt somit die Gelegenheit, am Rennwochenende im heimischen Bett zu schlafen. „Viele Freude und Familienmitglieder werden mich vor Ort unterstützen. Alleine schon deswegen ist das Rennwochenende ganz besonders“, blickt Rackl erwartungsfroh voraus. „Ich kenne des Norisring bislang nur aus der Zuschauerperspektive, da ich als Kind dort ganz oft die DTM angeschaut habe. Gefahren bin ich den Norisring tatsächlich noch nicht. Auf das Streckenlayout habe ich mich jedoch bereits intensiv im Simulator vorbereitet. Grundsätzlich hat auch die körperliche Fitness bei mir einen sehr hohen Stellenwert. Sportlich wollen wir den nächsten Schritt machen und peilen Plätze in den Top Fünf an. In der Juniorwertung möchte ich beim Heimspiel auf dem Treppchen stehen.“
(Text: ADAC Motorsportpresse - https://www.adac-motorsport.de/adac-gt4-germany)

03.07.2024 - DTM Classics - Zeitreise durch die DTM-Geschichte: Die DTM Classic am Norisring
DTM-Rennwagen aus vier Dekaden und die Helden von einst: Das ist die DTM Classic auf dem Norisring. Im Jubiläumsjahr der DTM werden zum 40. Geburtstag der Rennserie beim Saisonhighlight am Norisring in Nürburgring zwei Rennen mit historischen DTM-Rennern ausgetragen. Die Besucher können sich auf spektakuläre Autos wie den Audi V8 und ehemalige DTM-Stars, unter ihnen Hans-Joachim Stuck, Harald Grohs und Altfrid Heger, freuen. Und Kommentatoren-Legende Rainer Braun wird sein einmaliges Comeback geben und das Treiben auf der Strecke am Mikrofon begleiten. Die beiden Rennen der DTM Classic sind am Samstag und Sonntag live auf dem YouTube-Kanal der DTM unter youtube.com/DTM und auf ran.de zu sehen. Dazu kommen zur Geburtstagsparty der DTM auch viele Rennlegenden zum Norisring. In der DTM Fan Zone gibt es am Samstag und am Sonntag Talkrunden mit den DTM-Legenden.
Hans-Joachim Stuck wurde 1990 mit einem Audi V8 DTM-Meister, feierte aber auch zwei Siege bei den 24 Stunden von Le Mans und war einige Jahre in der Formel 1 aktiv, wo er als Höhepunkt zweimal als Dritter abgewinkt wurde. In der DTM war Stuck Anfang der 90er Jahre einer der Publikumslieblinge und eroberte in seiner ersten Saison bereits den Titel. Auf dem Norisring wird er mit einem seiner Original-Fahrzeuge aus Anfang der 1990er Jahre antreten.
Mit Harald Grohs und Altfrid Heger kommen zwei ehemalige DTM-Teilnehmer an den Norisring, die beide aus Essen stammen. Heger wechselte 1986 vom Formel- endgültig in den Tourenwagensport. Und schon 1987 zeigte sich, dass dies eine gute Wahl war, denn er konnte den Vize-Titel in der Tourenwagen-Europameisterschaft bejubeln. Am Norisring pilotiert Heger einen Audi V8 und erhofft sich unter anderem spannende Duelle mit Hans-Joachim Stuck, der ebenfalls einen Audi V8 fahren wird.
Grohs war bereits in der deutschen Rennsport-Meisterschaft aktiv und startete ab 1984 in der damals neu ins Leben gerufenen DTM. Im belgischen Zolder gewann der Essener das Premierenrennen der DTM; das erste Jahr beendete er auf Position drei der Fahrerwertung. Diese Platzierung konnte er 1985 wiederholen. „Die alten Rennwagen zu fahren ist zwar deutlich anstrengender als moderne Fahrzeuge zu bewegen, aber es macht auch mehr Spaß, sie ans Limit zu bekommen. Und auf dem Norisring ist es gleich noch anstrengender, denn diese Strecke verlangt wegen des ständigen starken Bremsens und starken Beschleunigens vom Material und auch vom Fahrer wirklich alles ab. Neben einem guten Auto war immer auch eine Top-Kondition wichtig, wenn man in Nürnberg erfolgreich sein wollte. Und abgesehen davon ist die Atmosphäre am Norisring immer eine sehr besondere. Ich freue mich schon auf das Wochenende, an dem ich mir einen BMW E36 nach Klasse-2-Reglement mit Yannik Dinger teile.“
Einen ganz anderen Werdegang kann Peter Mücke aufweisen, der Berliner ist ein Kind des DDR-Motorsports. Elfmal wurde er DDR-Meister, davon viermal auf der Rundstrecke und siebenmal im Auto-Cross. Zudem gewann er noch dreimal die Auto-Cross-Europameisterschaft. Später gründete er den Rennstall Mücke Motorsport, der nicht nur im Nachwuchs-Rennsport, sondern auch in der DTM antrat. An der DTM nahm auch Peters Sohn Stefan teil. Aktuell beschäftigt sich das Vater-Sohn-Gespann mit historischem Motorsport und setzt am Norisring einige Fahrzeuge ein. Gemeinsam bewegen Peter und Stefan Mücke einen Mercedes-Benz C-Klasse DTM, das Original-Auto von Bernd Schneider aus dem Jahr 2005.
Sowieso werden einige Original-Rennwagen am Norisring zu bewundern sein, darunter der Original-Renner von Gerd Ruch aus der DTM 1994. Der Berliner war mit seinem Ford Mustang damals zwar kein Garant für vordere Platzierungen, wurde wegen des auffälligen Fahrzeugs aber trotzdem vom Publikum geliebt. Ruchs Mustang wird nun von Guido Momm gesteuert. René Ruch fährt in Nürnberg einen Original BMW M3 aus der DTM 1989, Peter Kohl einen Ford Sierra Cosworth RS500 in Originalzustand aus der Tourenwagen-EM 1988 und Michael Meyer den Original BMW E21 Gruppe 2, mit dem Helmut Kelleners und Siggi Müller jr. 1980 Tourenwagen-Europameister geworden sind. Das älteste Auto im Feld der DTM Classic ist ein BMW 320 Gruppe 5, den der Norweger Mads Gjierdrum nach Nürnberg bringt; das Fahrzeug wurde 1977 im Rahmen des BMW Junior Teams von Eddie Cheever pilotiert. Und auch aus den 2000er Jahren sind einige Originale dabei, unter anderem der Opel Astra Coupé V8 DTM von Joachim Winkelhock aus 2003 oder der Audi A4 DTM, den Timo Scheider 2007 gefahren ist.
Nicht nur auf der Strecke, sondern auch in der DTM Fan Zone gibt es einen Ausflug in die DTM Geschichte. Am Sonntag und am Sonntag moderiert Maren Braun auf der Bühne Talkrunden mit DTM-Legenden. Zu den Gästen der DTM Geburtstagsfeier zählen unter anderen der erste Champion Volker Stryczek, Olaf Manthey, Rekordchampion Bernd Schneider, AMG-Gründer Hans-Werner Aufrecht, Ex-Mercedes-Benz-Motorsportchef Norbert Haug, Timo Scheider, Maximilian Götz, Martin Tomczyk, Walter Röhrl und Prinz Leopold von Bayern.
(Text: DTM Media Team - www.dtm.com/de/dtm-classic)

03.07.2024 - Prototype Cup - Zandvoort: Nächster Gaststart für Racing Experience
Das Traditionsteam aus Luxemburg tritt beim Rennwochenende des Prototype Cup Germany auf dem Circuit Zandvoort an. Mit Laurent Prunet aus Frankreich und Tomas Granzella aus Uruguay stehen beide Piloten fest. Racing Experience zählt im LMP3-Sport zu den angesehensten Rennställen überhaupt. Auch im von ADAC und Creventic organisierten Prototype Cup Germany hat das Team aus Luxemburg bereits große Erfolge eingefahren. 2023 führte Racing Experience Gary Hauser/Markus Pommer zum Fahrertitel – außerdem konnte der Teamtitel eingefahren werden. Beim anstehenden Rennwochenende vom 12. bis 14. Juli auf dem Circuit Zandvoort gibt Racing Experience sein Comeback im Prototype Cup Germany.
„Wir fiebern dem Start in Zandvoort regelrecht entgegen“, erklärt Teamchef Christian Hauser, der früher ebenfalls Rennfahrer war. „Wir kennen die Anlage schon sehr lange - also auch bereits vor dem Umbau. Zandvoort ist eine sehr interessante Strecke, auf der die Piloten ihre Qualitäten ausspielen können. Es ist dort stets eine Herausforderung, konstant gute Rundenzeiten abzuliefern.“
Auch die beiden Piloten des Duqueine D08 stehen für den Gaststart bereits fest. Dabei handelt es sich um Junior-Pilot Tomas Granzella und Trophy-Fahrer Laurent Prunet. Granzella kommt aus Uruguay und fliegt extra für das Rennwochenende in Zandvoort nach Europa ein. Er hat in Südamerika vor allem im Kart- Formelsport auf sich aufmerksam gemacht. 2024 absolvierte er zudem bereits zwei Rennwochenenden in der Ligier European Series.
Gentleman-Fahrer Prunet verfügt bereits über etwas an Erfahrung im Prototypensport. „Große sportliche Ziele haben wir für Zandvoort natürlich nicht“, stellte Teamchef Hauser klar. „Uns ist es wichtig, dass sich beide Piloten mit dem Auto vertraut machen und so viel wie möglich lernen. Der Einsatz in Zandvoort soll als eine Art Vorbereitung für die Saison 2025 dienen. Es wäre vermessen, eine große Erwartungshaltung in Bezug auf die Resultate in den Rennen zu haben. Dazu kommt, dass beide Piloten die Strecke nicht kennen. Wir nehmen mit, was abfällt. Wie immer treten wir hoch motiviert an, kommen in voller Teamstärke und wollen uns von der besten Seite präsentieren.“
Bereits beim Saisonauftakt in Spa-Francorchamps absolvierte Racing Experience einen Gaststart im Prototype Cup Germany. Damals saßen Wolfgang Payr und Sebastian von Gartzen im Duqueine-Cockpit. „Tatsächlich war geplant, dass Wolfgang Payr bei uns auch das Rennwochenende in Zandvoort bestreitet. Doch dann hat er sich am Bein/Fuß verletzt, sodass er nicht antreten kann. Als Team tut uns das sehr leid und wir wünschen ihm die besten Genesungswünsche“, erklärt Hauser. „Unsere Planungen für Zandvoort standen dann aber bereits fest, sodass wir mit Granzella/Prunet zwei neue Piloten verpflichtet haben.“
Ende des Monats reist Racing Experience für Testfahrten auf den Hockenheimring, um dort weitere Piloten für die Saison 2025 auszuprobieren. Vielleicht ist da schon ein kommendes Meister-Duo mit dabei.
(Text: ADAC Motorsportpresse - www.adac-motorsport.de/prototype-cup-germany)

01.07.2024 - DTM - Schnellste Stadtrundfahrt Deutschlands: DTM-Stars erwartet das Highspeed-Abenteuer Norisring
Stadt-Spektakel voraus: Am kommenden Wochenende (5. bis 7. Juli) gastiert die DTM in Nürnberg auf dem einzigen Stadtkurs in Deutschland. Auf dem Norisring steigt für die DTM der Abschluss der ersten Saisonhälfte. Als Tabellenführer reist Audi-Pilot Kelvin van der Linde (Abt Sportsline) an den Norisring. Der Südafrikaner darf im DTM-Stadtverkehr allerdings nicht in den Stau geraten – Lamborghini-Ass Mirko Bortolotti aus Italien lauert mit nur acht Punkten Rückstand. Im Rahmenprogramm der DTM gibt es eine Premiere: Beim 81. Rennen auf dem Norisring ist erstmals eine Elektro-Rennserie am Start, der vollelektrische NXT Gen Cup trägt dort vier Läufe aus. Dazu feiert die DTM am Norisring ihr 40-jähriges Jubiläum, die Fans erwarten zwei Rennen mit historischen Rennfahrzeugen aus vier Dekaden DTM-Geschichte und Stars aus den vergangenen 40 Jahren. ProSieben zeigt die Läufe vom Norisring live im deutschen Free-TV am Samstag und Sonntag ab 13 Uhr.
Ein DTM-Fahrer kommt mit besonders großer Vorfreude an den Norisring: Marco Wittmann. Für den BMW-Werkspiloten aus Fürth wird das Wochenende zum Heimspiel. Kaum jemand kennt die Strecke so gut wie Wittmann, der dieses Jahr sein elftes Norisring-Wochenende bestreitet. „Die Freude auf den Norisring ist riesig. Es wäre ein Traum, dort zu gewinnen oder zumindest aufs Podium zu fahren“, sagt der Lokalmatador. In der Saison 2018 gewann Wittmann in Nürnberg – ein Highlight seiner Karriere. „Das war mein mit Abstand emotionalster Sieg. Mit den Fans auf den Tribünen, Freunden und meiner Familie zu feiern, hat sich großartig angefühlt. Das war etwas ganz Besonderes“, erinnert sich der 34-Jährige. Die Formkurve zeigt bei Wittmann pünktlich zum Heimspiel nach oben: Am vergangenen Rennwochenende in Zandvoort holte der zweimalige Champion von Schubert Motorsport seinen ersten Saisonsieg. Auch Teamkollege Sheldon van der Linde hat gute Erinnerungen an den Norisring. Der Südafrikaner gewann dort im vergangenen Jahr. Als Wahl-Münchener hat van der Linde ebenfalls eine kurze Anreise ins fränkische Nürnberg.
Spitzenreiter Kelvin van der Linde möchte auch nach den beiden Läufen auf dem Norisring ganz vorne stehen. Fünf verschiedene Sieger aus den ersten sechs Rennen zeigen allerdings, wie umkämpft und ausgeglichen die DTM 2024 ist. Van der Linde will in Nürnberg seine gute Bilanz mit zuletzt drei Podestplätzen in vier Rennen fortsetzen: „Ich hatte dort immer die Pace, um ganz vorne mitzufahren, aber bisher nicht das nötige Glück. Ich hoffe, wir können dieses Mal das erste Podium feiern.“ Dafür erhält er prominenten Support, der auch beim Fußball-Fachsimpeln unterstützt: Die Abt-Mannschaft hat die Fußball-Legenden Felix Magath und Klaus Augenthaler eingeladen, die beide den Norisring im von Ex-Formel-1-Fahrer Lucas di Grassi gesteuerten Schaeffler Innovationstaxi kennenlernen werden. Lamborghini-Speerspitze Bortolotti ist als schärfster Verfolger von van der Linde heiß auf Top-Ergebnisse am Norisring. Der Fahrer von SSR Performance überzeugte im Lamborghini Huracán GT3 Evo2 vor allem im Qualifying und holte dabei als bester DTM-Fahrer starke acht Punkte.
Besonders eng geht es in der DTM hinter dem Führungsduo zu: Als Dritten trennen Kelvin van der Lindes Teamkollegen Ricardo Feller (CH) gerade einmal neun Punkte von Schubert-Motorsport-Pilot René Rast (Bregenz) auf Platz neun. Dazwischen steht unter anderem Titelverteidiger Thomas Preining (A). Der Porsche-Werksfahrer von Manthey EMA sucht noch nach seiner Konstanz aus der Meistersaison, als er den ersten seiner vier Laufsiege am Norisring holte. Ein besonderes Wochenende erwartet Maro Engel (Monaco) vom Mercedes-AMG Team Winward. Der Routinier auf Rang sechs bestreitet am Sonntag das 100. DTM-Rennen seiner Karriere. Mit Selbstvertrauen im Gepäck reist Lamborghini-Fahrer Nicki Thiim nach Nürnberg. Der Däne von SSR Performance gewann am vergangenen Wochenende das 24-Stunden-Rennen in Spa-Francorchamps.
Zwei scharfe Kurven und dazwischen fast durchgehend mit Vollgas geradeaus – auf den ersten Blick wirkt der Norisring eher unscheinbar. Doch der Stadtparcours stellt die DTM-Stars vor einige Herausforderungen. Statt Auslaufzonen oder Kiesbetten beschränken größtenteils Mauern oder Leitplanken die Fahrbahn. Vor der Spitzkehre am Dutzendteich und der Grundig-Kehre müssen die Fahrer stark abbremsen, dazwischen erleben die Zuschauer Vollgas-Racing mit Windschatten-Duellen. Dazu ist der Norisring mit 2,162 Kilometer die mit Abstand kürzeste Strecke im Kalender.
Neben der DTM sorgt auch der NXT Gen Cup für Rennaction am Dutzendteich. Die weltweit erste vollelektrische Junioren-Tourenwagenserie aus Schweden debütiert am Norisring. Als einheitliches Fahrzeug kommt der bis zu 230 PS starke LRT NXT 1 zum Einsatz, der auf dem straßenzugelassenen Mini Cooper SE basiert. Nostalgisches Flair versprüht die DTM Classic. In zwei Rennen treten DTM-Legenden wie Hans-Joachim Stuck, Harald Grohs oder Altfrid Heger gegeneinander an. Für ordentlich Rauch sorgen die Red Bull Driftbrothers, die mit ihren über 1.000 PS starken BMW M4 vor den DTM-Rennen ein Drift-Spektakel abfeuern. Am Norisring feiert die DTM zudem ihr 40-jähriges Jubiläum. Die Besucher erwarten unter anderem Talks mit Motorsport-Legenden in der DTM Fan Zone. Am Samstagabend wird das Fahrerlager zur Partymeile, wenn die After Race Party von Sunshine Live mit DJ Falk steigt.
(Text: DTM Media Team - www.dtm.com)

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